Texter:in beauftragen? Das musst du vorher wissen

Texter:in beauftragen? Das musst du vorher wissen

Sollst du deine Texte schreiben lassen oder deinen Content lieber selbst erstellen? Eine Frage, die spalten kann wie „Nutella mit oder ohne Butter?“! 🤯

Mein Eindruck als Texterin und Mensch: Um zu wissen, was DU willst, brauchst du genug Informationen. Deshalb räumen wir heute mit Halbwissen und Vorurteilen ums Texten auf!

Ich verrate dir in diesem Artikel:

  • was Texter:innen eigentlich so alles machen (Spoiler: nicht nur texten!)
  • was Texten mit Ghostwriting zu tun hat – und was nicht
  • warum der Text immer vor dem Design kommen sollte
  • den wahren Wert guter Texte – und vernünftige Preise dafür
  • welche Vor- und Nachteile die Optionen Texten und Texten lassen mit sich bringen

Danach weißt du, was du wissen musst, bevor du Texter:innen suchst – oder eben lieber selbst schreibst. 😉

1. Was macht ein:e Texter:in?

„Was machst du eigentlich beruflich?“

„Ich bin Texterin.“

„Aha… Und das heißt?“

So laufen viele Gespräche zwischen mir und Leuten, die ich kennenlerne – oder die sich irgendwann fragen, was ich eigentlich mache, wenn ich nicht mit ihnen abhänge. Mein Beruf scheint Rätsel aufzugeben wie das Orakel von Delphi! 😅

Und ja: Die Frage meines Gegenübers (was Texterin sein heißt) ist eigentlich gut. Denn: Texter:innen texten nicht einfach nur (was man sich noch selbst herleiten kann, wenn man die Grundschule in unter sieben Jahren absolviert hat)!

Professionelle Texter:innen machen auch Briefings, Brainstormings, Coachings und Marketing-Konzepte. Sie kennen sich mit Verkaufspsychologie genauso aus wie mit SEO, arbeiten mit Grafiker:innen zusammen etc..

Ich kümmere mich als freie Texterin vor allem ums Content-Marketing kleiner Unternehmen. „Und das heißt?“ 😄

  • Analyse der Auftraggeber:innen
  • Recherchen und Konzeption zu Zielgruppen, relevanten Themen, Keywords und Konkurrenz
  • Beratung, Erstellung und Optimierung von Texten für Websites, Blogs, Social Media und Newsletter – mit Klarheit, Kundenansprache, Corporate Wording, SEO uvm.

„Und das heißt?“

Texten kann eben nicht jeder. Hinter professionellen Texten steckt jede Menge Hirnschmalz, Kreativität, Empathie, Strategie, Erfahrung und Ahnung. Natürlich kannst du das auch alles mitbringen oder dir aneignen! Texten (und alles was dazu gehört) ist ein Handwerk, und ein Handwerk kann man lernen.

Die Frage, die du selbst beantworten musst: Kannst und willst du dir das zeitlich und finanziell leisten? Oder lohnt es sich eher, das Geld einem Profi zu geben? 🤔

Jetzt weißt du genauer, was Texten eigentlich heißt. Aber wir müssen noch klarstellen, was Texten nicht heißt. Z. B. total verbotenes Ghostwriting… 👻😱

2. Texter vs. Ghostwriter

Denkst du, es ist unseriös, jemanden deine Texte schreiben zu lassen? Kann es auch sein! Wenn du Uni-Professor:in oder auch nur Student:in bist – zu faul oder blöd, deine wissenschaftlichen Arbeiten selbst zu machen. Dann betrügst du nämlich und unterstützt die böse, illegale Art des Ghostwriting. Pfui! 😡

Ganz anders im Marketing: Wenn dich hier ein Profi unterstützt, handelst du absolut legal und nachvollziehbar! Du kannst ruhig offen darüber sprechen und es z. B. auf deiner Website kommunizieren, wer diese grandiosen Texte geschrieben hat. 😄

Natürlich können Texter:innen aber auch Ghostwriter sein – also als eigentliche Verfasser:innen in den Hintergrund treten. Das ist in dem Fall aber seriös und im Vorfeld mit dem / der Auftraggeber:in abzusprechen. Du kannst deine:n Texter:in auch angemessen dafür entlohnen, dass sein / ihr Name nicht unter dem Text steht. 😉

Zu angemessenem Lohn kommen wir auch gleich. Aber erst noch eine emotionale Frage aus der Kategorie „Nutella mit oder ohne Butter?“:

3. Text oder Design – was kommt zuerst?

„Der Webdesigner hat schon alles fertig, ich brauche nur noch ein paar Texte für in die Lücken!“

Nur noch. Ein paar Texte. Für in die Lücken. 😭

Das lässt mein Herz mehr bluten als jeder Song von Adele. Weil es auf so vielen Ebenen weh tut:

  1. „Für in“ ist kein Deutsch. 🙈
  2. Es impliziert, dass „die paar Texte“ jede:r schreiben kann: „Wir haben das ganze Geld fürs Design rausgehauen? Na, dann macht halt die Frau vom Chef das bisschen Schreibarbeit – die trägt an der Weihnachtsfeier doch auch immer so nette Gedichte vor.“ 😬
  3. Die Texte gelten nur als Lückenfüller – dabei sind sie es, die von Suchmaschinen gefunden werden und die Wunschkund:innen direkt ansprechen, informieren und gezielt zur gewünschten Handlung führen.
  4. Das Webdesign hat schon mal ewig gedauert (es gibt ja so viele schöne Pastelltöne!),
  5. war dementsprechend teuer
  6. und passt am Ende womöglich gar nicht, weil keiner vorher an die Strategie gedacht hat: Wer bist du bzw. wofür steht dein Unternehmen? Wer ist die Zielgruppe? Welche Begriffe googelt sie mit welcher Intention (kaufen, informieren, ausgehen…)? Was macht die Konkurrenz? Wie sollte die Website aufgebaut sein? Wo steht welcher Text? Wie viel Platz braucht man dafür?

Das alles muss vor dem Design klar sein, damit dieses deinen Content passend untermauert. Und damit du und der Webdesigner nicht erneut für viel Zeit und Geld von vorne anfangen müsst!

Ob du diese Konzeption selbst machst oder ein:e Texter:in, entscheidest du – Hauptsache jemand macht sie!

So, und jetzt die “Preisfrage”… 🤑

4. Was professionelle Texte kosten – und auch wert sind

Du merkst: Texter:in ist ein richtiger, anspruchsvoller Hauptberuf. Klingen da 5€ nach einem fairen Stundenlohn? Nee, oder? (Klar, wäre es nämlich bei keinem Beruf!) 😳

Tja, aber genau das passiert auf Online-Jobbörsen und Textplattformen. Übliche Vergütungen: zwischen 1 und 5 Cent pro Wort, je nach „Sterne-Status“ der Texter:innen.

Okay, gehen wir für einen „Fachartikel“ mit größerem Rechercheaufwand von 1.000 Wörtern mal von „stolzen“ 5 Cent pro Wort aus: Dann landen wir insgesamt bei 50€. Ich rechne für so einen Blogtext durchaus 5 Stunden ein – mit Briefing, Recherche und Konzeption, Texten und Redigieren. Das hieße: ein Stundenlohn von ca. 10€. Abzüglich Verwaltungsarbeit, Steuer, Nebenkosten… Den Verdienst (falls man es ohne Zynismus so nennen darf) bei 1 oder 2 Cent will ich hier gar nicht hinschreiben, so weh tut es. 🤕

Klar: Trotzdem gibt es genug Leute, die sich auf diesen Plattformen tummeln. Die machen das aber dann meist nebenberuflich bzw. neben Schule oder Studium – und wenden weniger Zeit und Mühe dafür auf, damit es sich halbwegs lohnt. Vielleicht schaffen die ja den besagten Fachtext in zwei Stunden à 25€! Und wenn man nur 2 Cent pro Wort verdient, aber in einer Stunde 800 Wörter packt, bekommt man immerhin 16€/Stunde. (Wovon man als Freiberufler:in natürlich maximal unter einer Brücke leben kann.)

Wenn damit beide Seiten zufrieden sind, schön. Ich wäre es nicht – als Texterin und auch als Auftraggeberin.

Der Grund: Ich halte Strategie beim Texten für so wichtig wie Sonnencreme in der Karibik.

  1. Ich spreche mich mit Kund:innen genau ab und lasse sie als Briefing einen ausführlichen Fragebogen ausfüllen.
  2. Ich stelle umfassende Überlegungen zu Ziel und Zielgruppe des Textes an, bevor ich überhaupt den ersten Satz schreibe.
  3. Und auch nach dem Texten ist nicht Schluss – dann wird akribisch überarbeitet. Dabei streiche ich auch alles, was für die Leser:innen keinen Wert hat. Das wird jemand, der nach Worten bezahlt wird, nicht tun – denn je mehr Worte, desto mehr Moneten. 😏 (Und das Redigieren würde natürlich auch wieder Zeit kosten, die schlecht entlohnt wird.) Das Resultat: aufgeblähte, unpräzise, fehlerhafte Texte.

Klar: Trotzdem scheint es günstiger, Texter:innen mit Cents pro Worten zu bezahlen. Aber:

Ein schnell runtergeschriebener Text kostet dich zwar kurzfristig nicht so viel – langfristig aber schon, weil er dir keine Einnahmen bringt. Suchmaschinen finden ihn nicht, und wenn doch mal jemand drüber stolpert, fühlt er / sie sich nicht angesprochen.

Ein durchdachter Text vom Profi kostet auf den ersten Blick eine Stange Geld – langfristig wirst du aber ein Vielfaches rausbekommen. Denn deine Zielgruppe findet ihn überhaupt erst einmal bei Google, liest ihn – und lässt sich eher davon überzeugen.

Ein Stundensatz von 60€ (für Freelancer sogar noch eher ein Einstiegssatz) und ein Blogartikel für 300€ sind daher nur fair und angemessen.

Das gilt übrigens ebenso für einen Probetext! Warum auch der bezahlt gehört, erfährst du in einem eigenen Artikel. 😉

Fazit: Wieder entscheidest du, was dir wichtig ist. Entweder du machst Abstriche beim Preis oder bei der Qualität. Entweder du bekommst sehr schnell einen bzw. mehrere sehr günstige Texte oder intensive, professionelle, qualitativ hochwertige Zusammenarbeit. 🤷‍♀️

5. Texten oder texten lassen? Vor- und Nachteile im Überblick

Ich hoffe, du hast ein paar Denkanstöße für deine Entscheidung bekommen, ob du selbst textest oder deine Texte schreiben lässt. Zum Schluss möchte ich dir noch eine Übersicht über Pro und Contra zur Hand geben, die du natürlich noch für dich vervollständigen kannst:

PRO selbst textenCONTRA selbst textenPRO Texter:inCONTRA Texter:in
Es kostet kein Geld.Du brauchst Konzeption und Strategie. Das kostet neben dem eigentlichen Texten Zeit (und auch Geld, wenn du dich fortbildest in SEO, Marketing und Co.).Du sparst Zeit. Ein Profi unterstützt dich mit Erfahrung und Wissen um strategisches Marketing, SEO uvm. Kostet Geld.
Du weißt am meisten über dein Unternehmen und deine Produkte.Vielleicht bist du auch etwas „betriebsblind“ oder läufst Gefahr, aus deiner Perspektive zu texten statt aus Kundenperspektive.Ein:e Texter:in bringt einen objektiven, frischen Blick von außen auf dein Unternehmen und deine Zielgruppe. Mit dem richtigen Briefing gelingt es, dass auch ein:e „Externe:r“ genau den Ton und ins Herz deiner Leser:innen trifft. Das Briefing kann sogar dir selbst helfen, noch einmal zu reflektieren und neue Ideen zu entwickeln!Braucht ein Briefing.

Denk dran: Alles ist möglich. Du musst nur wissen, was dir wichtig ist und dich glücklich macht. 😊

Wenn es eine Texterin sein könnte (oder du Fragen hast), dann schreib mir gerne! In einem unverbindlichen, kostenlosen Erstgespräch finden wir heraus, was du brauchst.

Wenn nicht, akzeptiere ich es auch. So wie ich akzeptieren muss, dass manche Menschen Nutella mit Butter essen. 😅

Hier kannst du auch nochmal nachlesen, wie die Zusammenarbeit mit Texter:innen abläuft.

Erstellst du deinen Content selbst? Oder lässt du jemanden texten? Und warum? Erzähl mir in den Kommentaren davon! 🙂


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